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Wattwanderung Baltrum

 

Unterwegs im Watt

Mit freudiger Erwartung starten wir die Wattwanderng von der Insel Baltrum zurück auf das Festland Neßmersiel. Unser Wattführer Johann kennt sich aus und zeigt uns den Weg. Natürlich haben wir uns vorher gut informiert, was man für eine Wattwanderung benötigt: Einen Wanderrucksack, Wattwanderschuhe, Sonnencreme, ein Tuch für den Kopf, eine schnelltrocknende Hose und Ersatzklamotten.

Voller Tatendrang starten wir nun also unsere Wanderung. Wir haben Glück, denn normalerweise sind viele Gruppen unterwegs. Heute sind wir bei wunderschönem - windstillen Wetter die einzige Wandergruppe auf dem Watt.

Mit Hunden und Gepäck...

... laufen wir los und wundern uns darüber, wie windstill und sonnig es heute ist. "Ich bin schon bei vier Grad Celsius und strömendem Regen hier gewandert", erzählt mir Wattführer Johann und ich fröstele. Heute ist sogar das Wasser angenehm warm auf der Haut. Und das ist gut so, denn es steht uns teilweise bis zu den Oberschenkeln.

"Dass es so windstill ist, kam in meiner ganzen Zeit hier noch nie vor", erzählt Johann und fotografiert fasziniert die Pricke im Wasser, die dazu dient, das Wattfahrwasser zu markieren.

Johann erklärt...

... wie die heutige Wanderung ablaufen wird und worauf wir achten müssen, wenn wir nicht im Schlick ausrutschen wollen. "Und kein so´n rumgehampel. Die die am meisten hampeln, liegen als Erstes im Dreck". Als er die Hundebesitzer unter uns fragt, ob die Hunde denn schwimmen können, denken alle noch, das sei ein Witz. "Das werden wir gleich sehen, ob die schwimmen können", sagt ein Mann mit drei Hunden an der Leine lachend. Nach 30 Minuten lacht er nicht mehr. Er trägt einen seiner Hunde mittlerweile in seinem Rucksack und schnauft, da der Hund wohl doch nicht schwimmen konnte.

Die Austern...

... liegen hier zusammen mit Miesmuscheln herum und lassen bei so manchem den Magen knurren. Johann erzählt uns, dass sie hier gut heranwachsen können, sich aber nicht vermehren, da die Winter zu kalt sind. Außerdem erklärt er uns die Entstehung von Ebbe und Flut und was die Sonne und der Mond damit zu tun haben. Dazu bläst er eine Weltkugel auf und drückt mir einen Anti-Stress-Ball in die Hand. "Hier, schenk ich dir. Du bist jetzt der Mond", sagt er und wir spielen mitten im Watt ein kleines Theater, in dem ich um ihn herum laufen muss, während er erklärt.  Interessiert hören alle zu, während wir versuchen, mit unseren Füßen nicht im Schlick wegzurutschen.

Überall Matschepampe...

..."Das ist ganz gesund und hilft gegen Falten", sagt Johann, um uns zu beruhigen und zeigt auf die braune Brühe am Boden. Kurz überlege ich, mein Gesicht damit einzureiben, aber lasse es dann doch sein, als er erwähnt, wie viele Lebewesen in so einer kleinen Menge Schlamm wohnen. Mit einem Kescher fängt er ein paar aus dem Wasser und schüttet sie einer freiwilligen Helferin in die Hände. Wir laufen weiter und manche von uns verlieren ihre Schuhe im tiefen Matsch. Dann geht es eben auf Socken weiter - da kennen wir nichts.

Nach 6,5 km kommen wir am Hafen in Neßmersiel an und freuen uns über eine kalte Fußdusche und saubere Klamotten.